Bundesweite Anlaufstellen

Bundesweit

Deutsche AIDS-Hilfe (DAH)

Die Deutsche AIDS-Hilfe ist der bundesweite Dachverband der regionalen AIDS-Hilfen. Sie bietet umfangreiche Informationen, koordiniert das Netz der lokalen Beratungsstellen und engagiert sich politisch für die Rechte von Menschen mit HIV. Auf ihrer Website findet sich auch eine Suche nach der nächsten AIDS-Hilfe vor Ort.

aidshilfe.de →
Telefon & Online

AIDS-Hilfe-Telefon

Das bundesweite AIDS-Hilfe-Telefon ist unter 0800 454 64 00 erreichbar – kostenlos, anonym und ohne Terminvereinbarung. Montag bis Freitag von 9 bis 21 Uhr, samstags von 12 bis 18 Uhr. Geschulte Beraterinnen und Berater helfen bei Fragen zu HIV, zum Test, zur Therapie und zum Leben mit HIV.

Bundesweit

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Die BZgA betreibt das Portal loveline.de und bietet Informationsmaterialien zu HIV und sexuell übertragbaren Infektionen an. Auch das Infotelefonangebot „BZgA Infotelefon zur sexuellen Gesundheit" gehört dazu (0221 892031, Mo–Do 10–22 Uhr, Fr–So 10–18 Uhr).

bzga.de →

Regionale Beratungsstellen finden

In fast jeder grösseren Stadt in Deutschland gibt es eine regionale AIDS-Hilfe oder eine vergleichbare Beratungsstelle. Sie bieten in der Regel an:

  • Persönliche Beratungsgespräche – oft kostenlos und ohne Termin
  • Anonyme HIV-Tests und STI-Tests
  • Psychosoziale Begleitung und Unterstützung
  • Gruppen für Menschen mit HIV
  • Informationen zu PrEP, PEP und Prävention
  • Hilfe bei praktischen Fragen (Wohnen, Sozialleistungen, Rechte)

Den Weg zur nächsten regionalen Beratungsstelle findet man über die Suchfunktion auf der Website der Deutschen AIDS-Hilfe oder über das Gesundheitsamt der eigenen Stadt.

Spezialisierte Angebote

Schwerpunktpraxen

HIV-Schwerpunktpraxen

Für die medizinische Versorgung sind HIV-Schwerpunktpraxen die erste Wahl. Sie haben umfangreiche Erfahrung mit antiretroviraler Therapie, kennen aktuelle Leitlinien und sind es gewohnt, offen mit dem Thema umzugehen. In Grossstädten gibt es mehrere, in kleineren Städten meist mindestens eine. Die Suche über die DAGNÄ (Deutsch-Österreichische Gesellschaft für Nephrologie und Intensivmedizin) hilft weiter.

dagnae.de – Praxissuche →
LGBT-Community

Checkpoints und Community-Angebote

In mehreren deutschen Städten gibt es Checkpoints – spezialisierte Beratungs- und Teststellen, die sich besonders an Männer richten, die Sex mit Männern haben. Sie bieten HIV-Tests, STI-Screens und Beratung in einem offenen, szenekundigen Umfeld. Ähnliche Angebote gibt es für Trans- und queere Menschen.

Drogenkonsum

Drogenhilfe und Substitutionsangebote

Für Menschen, die Drogen konsumieren, gibt es spezialisierte Hilfsangebote, die HIV-Prävention und -Versorgung mit Drogenberatung verbinden. Viele Drogenhilfeeinrichtungen geben sauberes Spritzbesteck aus und bieten Zugang zu HIV-Tests und Beratung.

Online-Beratung und Apps

Wer den ersten Schritt lieber digital macht, hat mehrere Möglichkeiten. Die Deutsche AIDS-Hilfe bietet eine Online-Beratung per Chat und E-Mail an. Auf der Website der DAH lassen sich anonym Fragen stellen. Auch das Forum auf aidshilfe.de ist eine niedrigschwellige Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen.

Für die PrEP-Begleitung und HIV-Nachsorge bieten manche Praxen auch Videokonsultationen an, was besonders für Menschen in ländlichen Regionen hilfreich sein kann.

Was man von einem Beratungsgespräch erwarten kann

In einer guten Beratungsstelle gibt es keine dummen Fragen. Die Beraterinnen und Berater sind auf das Thema spezialisiert, arbeiten vertraulich und ohne Wertung. Man kann alles fragen – auch Dinge, die man sich sonst nicht zu fragen traut.

Die meisten Menschen, die zum ersten Mal eine Beratungsstelle aufsuchen, beschreiben das Gespräch als grosse Erleichterung. Manchmal ist es einfach gut, mit jemandem zu reden, der das Terrain kennt.

Hinweis Wer Fragen zur eigenen Gesundheit hat, wendet sich an medizinische Fachstellen. Diese Seite bietet Infos und Orientierung, keine Diagnose.